BSE - Gefahren und Risiken

Tipps zur BSE-freien Ernährung

BSE (Bovine spongiforme Enzephalophatie) ist eine bei Rindern auftretende Krankheit mit grundsätzlich tödlichem Verlauf. Durch die Aufweichung der Hirnmasse, die schließlich einem groben Schwamm gleicht, werden die Tiere zunächst agressiv, dann folgen massive Gleichgewichtsstörungen und schließlich der Tod.

Für die ernährungsbedingte Übertragbarkeit von BSE auf den Menschen steht der wissenschaftliche Beweis zwar noch aus, zwei Argumente lassen aber deutlich auf ein Infektionsrisiko für den Menschen beim Verzehr von Fleisch erkrankter Tiere schließen:

1. Die Überschreitung der Artengrenze ist möglich

BSE konnte entstehen, weil englischen Rindern das Tiermehl von an einer ähnlichen Krankheit namens "Scrapie" erkrankten Schafen gefüttert wurde. Scrapie-Schafe zeigen dabei die gleichen Symptome wie BSE-Rinder, es gibt hier also zwei Namen für eine Krankheit.

Über diesen Übertragungsweg vom Schaf auf das Rind sind sich die Wissenschaftler auch soweit einig, daß das Füttern von Tierkörpermehl an Rinder seit längerem international verboten ist.

Wenn nun aber die Krankheitsübertragung zwischen verschiedenen Säugetieren über die Nahrung möglich ist, so besteht logischerweise auch für das "Säugetier-Mensch" ein Erkrankungsrisiko beim Verzehr infizierten Fleisches.

2. Neue Formen der Creutzfelt-Jacob-Krankheit beim Menschen lassen auf eine bereits erfolgte BSE-Übertragung schließen.

Die mit Scrapie und BSE vergleichbare Krankheit beim Menschen ist die Creutzfeld-Jacob-Krankheit. Sie trat bisher nur bei älteren Menschen auf und wurde als mit dem Alterungsprozeß einhergehender Verfall des menschlichen Gehirns betrachtet. Zeitgleich mit BSE tritt nun aber eine neue Form der tödlichen Creutzfeld-Jacob-Krankheit mit veränderten Symptomen vor allem bei jüngeren Menschen auf. Hieraus kann die Schlußfolgerung gezogen werden, daß sich diese Menschen bereits über die Nahrung mit dem BSE-Erreger angesteckt haben.

Wie kann man sich am besten schützen?

Da eine Heilung von BSE bzw. der Creutzfeld-Jacob-Krankheit auf absehbare Zeit nicht möglich ist, ist es lebensnotwendig, sich vor eine Erkrankung zu schützen. Hierfür gibt es folgende Möglichkeiten:

Der Verzicht auf infiziertes Rindfleisch

Die Ausfuhr von Rindfleisch aus Großbritanien (dem BSE-Ursprungsland) sowie der Verkauf von Produkten aus an BSE erkrankten Tieren ist in der Europäischen Gemeinschaft verboten.

In der Praxis läßt sich der damit angestrebte Schutz jedoch nicht gewährleisten, da die Tiere durch Drittlandimporte außerhalb der EG ihre Nationalität leicht wechseln können und auch immer wieder Fälle auftreten, in denen BSE-infizierte Tiere mit gefälschten Herkunftspapieren weiterverkauft werden (Bsp. Cindy).

Da die Krankheit bei äußerlich gesunden, symptomfreien Rindern bislang auch nicht nachgewiesen werden kann und zwischen der Infizierung und dem Ausbrechen von BSE bis zu 15 Jahre vergehen können, ist es ohne weiteres möglich, daß infiziertes Fleisch von vor dem Ausbruch der Krankheit geschlachteten Tieren in den Handel kommt.

Einen echten Schutz vor BSE bietet daher nur der Verzicht auf alle Lebensmittel, die aus Rindfleisch hergestellt sind. Da jedoch auch andere Nutztierarten mit Lebensmittelskandalen behaftet sind - man denke z.B. an die Gefahr einer Antibiotika-Resistenz durch den Verzehr von geimpftem Schweinefleisch (Bsp. Günther Strack) - bietet BSE einen triftigen Grund, sich einmal intensiver mit der Notwendigkeit (?) des Fleischkonsums zu beschäftigen.

Die pflanzlichen Alternativen

Inzwischen stellen immer mehr Normalverbraucher fest, daß fleischlose Küche nichts mit fader, einseitiger Körnerkost zu tun hat und viele Studien belegen, daß man sich bei einer ausgewogenen pflanzlichen Ernährung ganz ohne Fleisch gesund ernähren und den Körper bestens mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen versorgen kann.

Dennoch fällt der Verzicht auf Fleisch vielen Menschen vor allem bei den warmen Mahlzeiten schwer. Einen nahezu unerschöpflichen Ideenpool für alle, die das ein oder andere mal beim Essen auf Fleisch verzichten möchten, bietet hier das Reformhaus mit seinen Produkten und Rezeptvorschlägen. Bei einem Besuch im Reformhaus werden Sie erstaunt sein, wie vielfältig allein das Sortiment der "Fleischersatzprodukte" aus hochwertigem Pflanzeneiweiß ist. Angefangen beim pflanzlichen Schmalz über vegetarische Würstchen, Leberkäse und Schnitzel auf pflanzlicher Basis gibt es dort eine so große Auswahl an leckeren Alternativen wie sonst nirgends. Auch Brühen und Würzmittel müssen nicht aus Fleisch und Knochen hergestellt werden. Hier sorgt z.B. Hefe-Extrakt für einen nussig-aromatischen Geschmack und versorgt den Körper zugleich mit wertvollen B-Vitaminen, essentiellen Aminosäuren und Mineralstoffen.

Grundsätze des Reformhauses

Es ist einer der Grundsätze des Reformhauses, keine Produkte vom toten Tier einzusetzen. Die Qualität der Produkte im Reformhaus ist nicht zuletzt deshalb besonders hochwertig, weil strenge Qualitäts Richtlinien den Einsatz vieler Zusatzstoffe verbieten. So kommen die leckeren Produkte ohne Geschmacksverstärker, künstliche Farbstoffe, synthetische Konservierungsstoffe und naturidentische Aromen aus.

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